CBD Science - einfach erklärt!

Wie wirkt CBD im Körper?

Wie wirkt CBD im Körper?

Letztes Update am: 13.11.2019

CBD werden zahlreiche medizinische Wirkungen zugesprochen. Oft wird es sogar als reines Wundermittel beschrieben. Dabei ist die Wirkungsweise des Cannabinoids noch gar nicht umfassend erforscht. Wissenschaftliche Studien und Erfahrungsberichte verheißen allerdings einige potenzielle pharmakologische Anwendungsbereiche.

Um zu verstehen wie CBD wirkt, haben wir uns angesehen, was bei der Einnahme von CBD im Körper eigentlich passiert. Und wie die verschiedenen Einnahmeformen die Wirkungszeit und -dauer entscheidend beeinflussen können.

Wir wirkt CBD

Wie wirkt CBD? Alles in Kürze.

  • CBD hat keine psychoaktive Wirkung. Es dockt an Rezeptoren im Nervensystem an und kann damit regulierend auf Körpervorgänge wirken.
  • Die schnellste Wirkung entfaltet CBD bei der Einnahme über den Blutkreislauf (sofort bis wenige Minuten). Über die Nahrungsaufnahme wirkt CBD erst nach rund einer Stunde.
  • CBD wirkt zwischen 4-8 Stunden lang, je nach Qualität des Produkts, Dosierung, Art der Einnahme und individueller Körperbeschaffenheit.

Die Wirkung von CBD auf Nervenrezeptoren

Die Cannabis Pflanze ist ein wahres Wunderwerk. Sie besteht aus über 500 pflanzlichen Substanzen. In diesen sind 85 Cannabinoide enthalten. Cannabinoide gehören zur Gruppe der Terpenphenole. Sie wurden bislang in keiner anderen Pflanze der Welt entdeckt.

Cannabinoide können ganz unterschiedliche pharmakologische Wirkungen entfalten. Die bekanntesten Cannabinoide sind das THC, THCV und das CBD. Aber auch andere Cannabinoide, wie CBG, CBC, CBN oder CBL erhalten immer mehr Beachtung für ihre potenzielle medizinische Einsatzfähigkeit.

Überraschend: Obwohl die Hanfpflanze seit Jahrhunderten als Heil- und Lebensmittel eingesetzt wird, steckt die medizinische Forschung der Cannabinoide noch in den Kinderschuhen.

Als in den 1940ern die Wirkungsweise von THC auf den Körper erstmals näher erforscht wurde, entdeckte man dabei Nervenrezeptoren. Mit diesen verbindet sich THC, um seine typische psychoaktive Wirkung zu entfalten. Die wichtigsten Rezeptoren sind hierbei CB1 und CB2.

Auch CBD verbindet sich mit Nervenrezeptoren. Es entfaltet dabei aber keine psychoaktive Wirkung.

Das Endocannabinoidsystem

Um über die Wirkungsweise von CBD im Körper zu lernen, muss man sich das sogenannte Endocannabinoidsystem etwas genauer ansehen. Das ECS nimmt Einfluss auf das Nervensystem, indem es zahlreiche Vorgänge im Körper reguliert. Dies funktioniert über sog. Neurotransmitter (Botenstoffe), mit dessen zwischen Nervenrezeptoren Informationen ausgetauscht werden.

So steuert das ECS die Entstehung und Weitergabe von Empfinden wie Angst, Schmerz, Liebe, Freude oder Unruhe.

Wie wirkt CBD dabei? Das Endocannabinoidsystem (endo = körpereigen) ist durch chemische oder pflanzliche Substanzen, wie CBD beeinflussbar. CBD dockt an Rezeptoren des Nervensystems an und kann so Körpervorgänge entscheidend regulieren.

CBD und Rezeptoren

Die „Kommunikation“ zwischen den Nervenzellen findet also über Botenstoffe statt. Gerät der Körper aus dem Gleichgewicht, werden Botenstoffe ausgeschüttet. Hier kann CBD regulierend auf den Informationsaustausch wirken.

Der Vorgang kann mit einem Stromkreis verglichen werden: Der Sender übermittelt einen Botenstoff, den der Rezeptor empfängt. CBD kann den „Stromkreis“ am Sender, am Rezeptor oder unterwegs unterbrechen. Schüttet etwa der Sender das Signal Schmerz aus, kann durch die Blockade des Rezeptors Schmerz gelindert werden. CBD kann auf folgende Rezeptoren regulierend wirken:

  1. CB1-Rezeptor (Cannabinoid-1-Rezeptor): Diese befinden sich im Hirn und im Darm. Sie haben Einfluss auf Schmerz, Angst, Stress, aber auch auf Lernprozesse und den Bewegungsapparat.
     
  2. CB2-Rezeptor: Die CB2-Rezeptoren befinden sich in den Knochenzellen und sind bei Heilprozessen von einige Knochen- und Nervenkrankheiten beteiligt.
     
  3. Vanilloid-Rezeptoren (Typ 1 und 2): CBD stimuliert diese Rezeptoren und kann so zu einer schmerzlindernden Wirkung beitragen (Bisogno et al. 2001). Außerdem kann die Vermehrung von Hirntumorzellen gehemmt werden.
     
  4. HT1A-Rezeptor: Dieser ist für die Annahme von Serotonin, dem „Glückshormon“ zuständig. Es beeinflusst Depressionen aber auch Lernfähigkeiten.

Durch das Andocken an Rezeptoren, kann CBD den natürlichen Heilungsprozess animieren. Es unterstützt durch seine vielfältige Wirkungsweise die natürliche Ausbalancierung (Homöostase).

Wie lange und wie schnell wirkt CBD im Körper?

Wie lange und wie schnell das CBD wirkt, hängt von der Qualität des Produkts, der Art des Konsums, der Dosierung und den körperlichen Gegebenheiten ab. Die Wirkungsdauer kann zwischen 4-8 Stunden betragen.

Die beliebteste Einnahme ist die sog. Sublinguale Einnahme unter der Zunge. Hierfür wird CBD, z.B. als Öl unter die Zunge aufgetragen. So wirkt das CBD innerhalb von nur wenigen Minuten.

Auch beim Rauchen oder Verdampfen gerät das CBD direkt ins Blut und wirkt nahezu sofort.

Du kannst CBD aber auch als Nahrungsergänzungsmittel, d.h. als Tee, Gummibärchen oder als Kapseln einnehmen. Je nachdem, ob es auf leeren oder vollen Magen eingenommen wird, kann die Wirkungsdauer variieren. Über den Magen kann es rund 1 Stunde dauern, bis die Wirkung einsetzt. Der Vorteil bei dieser Einnahmeform ist, dass die Wirkung am längsten, zwischen 6-8 Stunden anhalten kann. Es empfiehlt sich auch für Menschen, die den etwas bitteren Geschmack von CBD Öl unter der Zunge nicht mögen.

Wie wirkt CBD am besten?

Am besten wirkt das CBD, wenn es direkt in den Blutkreislauf gerät. Dies kann intravenös oder über die Schleimhäute erfolgen. Die Wirkung setzt in beiden Fällen nahezu sofort oder innerhalb von wenigen Minuten ein.

CBD Öl

CBD Öl wird in kleinen Flaschen verkauft, die meist mit einer Pipette versehen sind. So kannst Du das CBD Öl tropfengenau dosieren.

Die beste Wirkung erhält CBD Öl nach unseren Erfahrungen unter der Zunge (sublingual). Hierfür wird die passende Dosierung direkt aus der Flasche mit der Pipette unter die Zunge aufgetragen. Solltest Du damit Schwierigkeiten haben, kannst Du auch einen Löffel verwenden, der dann aber unter die Zunge geschoben werden muss (das ist für Laien etwas ungewohnt).

Das CBD Öl wird aus CO2-Extrahierung gewonnen und wird unter den Bezeichnungen Vollspektrumöl oder Vollöl vertrieben. In dem Vollspektrum CBD Öl sind neben dem CBD auch andere Cannabinoide sowie Phenole, Terpene, Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Das Gegenstück bildet das sog. Isolat. Der Vorteil beim Vollspektrum CBD Öl ist der potenzielle gesundheitliche Nutzen des sog. Entourage Effekts.

CBD Tee

Die Wirkung von CBD Tee tritt später ein als bei der Einnahme von CBD über den Blutkreislauf, da die Wirkstoffe noch die Darmwand oder den Leberstoffwechsel passieren müssen. Je nach Beschaffenheit und Dosierung kann rund eine Stunde vergehen, bis die Wirkung von CBD Tee einsetzt.

Die Wirkung von CBD als Tee ist unseren Erfahrungen nach vergleichbar mit der Wirkung von anderen CBD Nahrungsergänzungsmitteln, wie Bonbons, Kapseln oder Gummibärchen. Allerdings wirkt CBD über die Nahrungsaufnahme erfahrungsgemäß etwas länger als wenn es sublingual eingenommen wurde.

CBD Liquid, beim Rauchen

Das CBD beim Rauchen wirkt nahezu sofort. Denn über die Schleimhäute gelängt das CBD direkt in den Blutkreislauf.

Alternativ kannst Du ein CBD Liquid versuchen. Wenn Du das CBD verdampfst, werden Giftstoffe gegenüber dem Rauchen verringert.

 

Wie wirkt CBD auf THC?

CBD wirkt im Gegensatz zu THC gerade nicht psychoaktiv und nicht berauschend. THC dagegen erreicht seine berauschende Wirkung, imdem es an die CB1 und CB2 Rezeptoren andockt und eigene Substanzen weiterleitet. So ähnelt THC von der Wirkungsweise dem körpereigenen Botenstoff Anandamid.

Die Zusammenwirkung von CBD mit THC ist wissenschaftlich noch nicht vollends erforscht. Es gibt aber bereits einige wissenschaftliche Hinweise von pharmakologischen Wechselwirkungen.

So bestehen Hinweise, dass THC mit CBD das Glückshormon Serotonin freisetzt. Eine Kombination aus THC und CBD könnte laut einer Studie Beeinträchtigungen des Gedächtnisses verbessern. Auch könnte diese Kombination das Erbrechen unterdrücken.

Auch in anderen Bereichen bestehen Hinweise auf mögliche positive Wechselwirkungen. So könnte CBD der appetitanregenden Wirkung von THC entgegenwirken.

Weiterführende Quellen

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