CBD Science - einfach erklärt!

Neue Studie zu CBD bei Autismus

Neue Studie zeigt: CBD verbessert Zustand von Kindern mit Autismus

Letztes Update am: 13.11.2019

Israelische Forschen beweisen, dass medizinisches Cannabis eine wirksame Therapie für Kinder mit Autismus ist. Bei der Studie, die kürzlich in der Zeitschrift Neurology veröffentlichten veröffentlich wurde, behandelten die Forscher autistische Kinder mit hohen Konzentrationen von CBD. Hierbei handelt es sich um ein nicht toxisches Cannabinoid der Cannabispflanze. Es sorgt für keinen Rauschzustand und macht laut WHO körperlich auch nicht abhängig.

Bei 80% der Kinder beobachtete man durch die Einnahme von CBD eine Verbesserung des Krankheitszustands. Auf alternative und konventionelle Arzneimittel hatten die Betroffenen keinen positiven Effekt mehr verspürt.

CBD chemische Strukturformel

Die genaue Studie im Überblick

Durchgeführt wurde die Untersuchung vom Direktor der Kinderneurologie am Jerusalemer Shaare Zedek Hospital, Dr. Adi Aran, der die 60 Kinder mit einem CBD Öl mit hohem CBD-Gehalt (20% CBD und 1% THC) behandelte. Die Kinder wurden mindestens sieben Monate lang mit dem Öl behandelt.

Nach der Behandlungszeit füllten die Eltern Fragebögen aus, um die Auswirkungen auf ihr Kind genau zu beschreiben. Dabei kam es insbesondere auf Verhaltensänderungen, Angstzustände und Kommunikationsfähigkeit an.

Und hier die erfreuliche Nachricht: 80% der Eltern stellten einen Rückgang des problematischen Verhaltens fest, 62% berichteten von signifikanten Verbesserungen. Erfreulich ist auch, dass die Hälfte der Kinder die Kommunikation verbessert hat. 

Auch bei Angst scheint CBD helfen zu können. Bei 40% der Kinder stellte man einen signifikanten Rückgang von Angstzuständen fest. Allerdings litten zum Beginn der Studie auch "nur" zwei Drittel der Studienteilnehmer unter Angst.

Der leitende Arzt und Forscher Aran ist schon seit längerer Zeit in der Cannabinoidforschung rund um Autismus vertreten. Bereits 2017 startete er ein Projekt mit 120 autistischen Kindern, welches von der israelischen Regierung finanziert wurde. So wird ein Fortschritt in der Erforschung von Cannabis ermöglicht. In Deutschland ist das leider eher selten der Fall. 

Schnell erreichten Aran die ersten Anfragen und seine Wartelisten waren bald voll. Unglaublich viele Menschen wollten an der Studie teilnehmen.

Was ist überhaupt Autismus?

Autismus ist eine neuronale Störung, die meist im Säuglingsalter oder in der frühen Kindheit auftritt und ein Leben lang andauert. Schwerwiegendere Fälle haben lähmende Symptome wie zwanghaftes, repetitives Verhalten und beeinträchtigte soziale Fähigkeiten sowie Kommunikation. Einige Kinder können überhaupt nicht sprechen. Autismus betrifft etwa 1% der Menschen weltweit.

Die genauen Ursachen von Autismus, weiß man noch nicht. Es gibt keine Heilung. Traditionell behandeln Ärzte die Symptome mit antipsychotischen Medikamenten, die jedoch eine große Anzahl an Nebenwirkungen haben. Bei einigen Kindern schlugen diese Medikamente nicht an. Deshalb ist das Verlangen nach eine Alternative sehr groß.

Bei Studien zur Wirkungsweise von Cannabis mit Epilepsie entdeckten die Forscher, dass bestimmte Cannabisverbindungen wahrscheinlich auch einige Autismus-Symptome unterstützen würden. Bis zu 33% der Menschen mit Autismus haben auch noch mit der Krankheit Epilepsie zu kämpfen.

Man ist sich relativ sicher, dass es einen Zusammenhang zwischen diesen Krankheitsbildern geben muss.  Vermutet wird, dass die unterschiedliche Gehirnentwicklung, die bei autistischen Kindern auftritt, dazu führt,  dass epileptische Anfälle verursacht oder wahrscheinlicher werden.

Ob Cannabis bei Autismus nun wirklich behilflich sein kann, ist abschließend noch nicht geklärt. Eltern mit autistischen Kindern ziehen aus solchen Studien aber sicherlich Kraft und sehen, dass es auch anders gehen kann als mit herkömmlichen Mitteln. Schulmediziner sind allerdings noch skeptisch. Ihnen fehlen endgültige Daten. Aber das ist ja in der CBD Welt schon bekannt. Oftmals übersteigen persönlichen Erfahrungen den tatsächlichen wissenschaftlichen Fortschritt. Eigentlich schon schade. 

Was verspricht die Zukunft?

Wie ein Bericht der Harvard University gezeigt hat,  werden die meisten Forschungen an Tieren durchgeführt. Deswegen könne man in einigen Fällen noch nicht davon ausgehen, dass das CBD die gleiche Wirkung auch beim Menschen hat. So wird im Bericht empfohlen, dass man Cannabis als ultima Ratio Mittel einsetzt. Also erst dann, wenn jede herkömmliche Medizin versagt. Prinzipiell ist man sich unter Forschern noch uneins mit der CBD Anwendung bei Kindern. Das liegt daran, dass die genauen Auswirkungen von Cannabis auf unsere Kleinsten noch nicht endgültig erforscht wurden und man hier natürlich auf Nummer sicher gehen möchte. 

Mit der Zulassung des Medikaments Epidiolex durch die US Food and Administration (FDA) gab es aber schon den ersten Schritt in die richtige Richtung. Epidiolex ist ein Medikament, das von GW Pharmaceuticals entwickelt wurde und bei Epilepsie zur Anwendung kommen soll.

Dadurch, dass Epilepsie und Autismus scheinbar irgendwie miteinander zusammenhängen, gibt es Hoffnung in diesem Bereich. Denn wenn das Epilepsie Medikament Erfolg hat und es in der Zwischenzeit noch mehrere, vielversprechende Studien zu Cannabis und Autismus gibt (so wie die von Aran), dann könnte sich die gesellschaftliche Lage zu CBD und THC schon schnell ändern. 

Vielleicht sind dann auch mehr Regierungen bereit, Mediziner zu unterstützen und ermöglichen so eine nahtlose Überprüfung der Cannabinoide auf Nebenwirkungen und langfristige Effekt, sodass man genau sehen kann, ob es auch für Kinder ein sicheres und geeignetes Mittel wäre.

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