CBD Science - einfach erklärt!

CBD gegen Angst

CBD gegen Angst, Angststörungen und Panikattacken

Letztes Update am: 15.11.2019

Mal vor etwas Angst haben, ist völlig normal. Eine krankhafte Angststörung kann das Leben der Menschen jedoch stark beeinflussen. Allein in Deutschland leiden über 10 Millionen unter Angst und Panikattacken

Viele scheinen sich in dieser Zeit aufzugeben, verlieren ihr soziales Umfeld und ihren Mut. Doch was kann dagegen helfen? Unterschiedliche Erfahrungen von Patienten und Forschungsergebnisse zeigen, dass CBD Abhilfe verschaffen könnte. Doch was ist da wirklich dran? 

CBD gegen Angst und Angststörungen

Die wichtigsten Infos in Kürze:

  • CBD wird angstlösende Eigenschaften zugesprochen 
  • Studien weisen auf positive Effekte von CBD bei Panikattacken und Angststörungen hin 
  • CBD besitzt nur wenige Nebenwirkungen, macht nicht abhängig und wirkt nicht berauschend

Was ist Angst und was macht sie mit einem?

Angst ist in gewissen Maßen vollkommen normal und teilweise auch gar nicht so schlecht. Teilweise war die Angst sogar für das Überleben des Menschen zwingend notwendig, etwa bei Gefahren vor Tieren oder heute beim Überqueren einer viel befahrenen Straße. 

Doch wenn man Angst verspürt oder in bestimmten Situationen unter Panikattacken leidet, in denen diese Reaktion überzogen ist, dann behindert sie die Person im täglichen Alltag meist sehr stark. Die Angst übernimmt dann die Kontrolle und führt sehr schnell zu einem Teufelskreis

Frau sitzt mit Depressionen in einem dunklen Zimmer
Foto: © stokkete - Fotolia.com

Betroffene leiden nicht selten an einer Angst vor der Angst. Viele ziehen dann drastische Konsequenzen. Sie kapseln sich von der sozialen Außenwelt ab, schließen sich zuhause ein und fürchten sich vor sonst scheinbar normalen Alltagssituationen.  

Wie entstehen Angstzustände und Panikattacken?

Angst verbreitet sich in unserem Körper in Bruchteilen von Milisekunden. Manchmal nehmen wir bestimmte Sachen wahr und dieses Ereignis wird dann vom Gehirn ausgewertet. 

Unser Hirn verarbeitet die Wahrnehmung und interpretiert sie unter Umständen als potenzielle Gefahr. Auch wenn eigentlich gar keine Gefahr besteht. 

Kreislauf der Angst im Überblick
Bei Ängsten findet man sich sehr schnell in einem Teufelskreis wieder. / Foto: © Die Grüne Oase

Diese Meldung wird an das limbische System weitergegeben, in welchem der Hypothalamus schließlich diverse Angstsymptome auslöst. Zum Beispiel ein stärkeres Herzklopfen oder eine erhöhte Atemfrequenz.

Ängste, Phobien oder Panikattacken werden oftmals auch von einer Depression begünstigt. Auch der Mangel des Glückshormons Serotonin kann für die depressive Stimmung verantwortlich sein.

Woran erkennt man Angst?

Für Angst gibt es viele verschiedene Anzeichen. Es kommt dabei auch ein bisschen darauf an, um welche Angstzustände es sich überhaupt handelt.

Leidet man unter einer Phobie (beispielsweise vor Spinnen), so wirkt sich die Angst auf Dich natürlich in dem Moment aus, in welchem Du eine Spinne entdeckst oder irgendwie mit Spinnen in Kontakt kommst. 

So erkennst du frühzeitig eine Panikattacke
Foto: © Die Grüne Oase

Depressionen – wie etwa die Winterdepression – macht sich erkenntlich an schlechter Laune, Antriebslosigkeit, übermäßige Traurigkeit, unerklärliche Müdigkeit und noch vielen weiteren Indikatoren. Winterdepressionen gehören zu den saisonalen Depressionen und können jedes Jahr wiederkommen.

Tückische Angststörungen im Alltag zeigen sich bei den Betroffenen durch immer wieder auftretenden Panikattacken, obwohl eigentlich keine wirkliche Gefahr besteht. 

Klassische Symptome sind dann: 

  • Herzrasen
  • Engegefühl in der Brust
  • Atemnot
  • Schweißausbrüche
  • Zittern
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle 
  • Übelkeit

Solche körperlichen Reaktionen werden von dem sogenannten sympathischen Nervensystem hervorgerufen.

Wie wirkt CBD bei Angst und Panik?

CBD wird eine angstlösende Wirkung zugesprochen. Dies gehe aus schon durchgeführten Studien hervor. 

Angststörungen werden u.a. von der Amygdala, einem Kerngebiet des Gehirns, gesteuert. In Situationen der Angst werden Botenstoffe ausgeschüttet, die den Körper zittern und schwitzen lassen. CBD kann an Rezeptoren des körpereigenen Endocannabinoid Systems  (ECS) anknüpfen und die Ausschüttung der Angstbotenstoffe hemmen. Gerade beim ECS wird vermutet, dass jenes die Angst durch spezielle Signale regulieren kann. 

Endocannabinoid System Rezeptor und Cannabinoide
Foto: © Die Grüne Oase

Ebenfalls wurde von Forschern herausgefunden, dass CBD die Serotonin- und Glutamat Signalisierung verstärken kann. Das soll durch die Aktivierung des 5-HT1A-Rezeptors geschehen. So scheint es möglich, dass CBD schneller als das Antidepressivum SSRI wirken könnte.

Eine angstlösende Eigenschaft des CBD konnte auch bei einer Studie der Universität von Sao Paulo (Bergamaschi Studie) nachgewiesen werden. Die Studien beschäftigten sich mit Probanden, die unter Angst beim Sprechen in der Öffentlichkeit leiden. Mit der Einnahme von CBD wiesen sie weitaus weniger Angst und Unbehagen in solchen Situationen auf.
Mann mit Redeangst vor Publikum
Eine Angststörung kann sich auch beim öffentlichen Reden zeigen. / Foto: © fizkes - Fotolia.com

Eine andere Studie, welche den Teilnehmern jeweils einmal 400 mg CBD und einmal ein Placebo verabreichte, kam zum Ergebnis, dass CBD die Ängste der Patienten reduzieren kann und scheinbar im limbischen Gehirnbereich wirkt. 

Es gibt auch Hinweise, dass CBD auf das Angstgedächtnis zugreifen und dort gelernte Angst in Paradigmen reduzieren kann. Das könnte auch für Phobien oder posttraumatische Belastungsstörungen relevant sein. Die Ängste werden gewissermaßen gelöscht.

Auch die nachgewiesene Interaktion von Cannabidiol mit dem Endocannabinoid System, verstärkt die Annahme, dass CBD beruhigend auf den Körper einwirken könnte.

Ist CBD sicher? 

Sehr, sehr viele Personen interessieren sich für CBD und die Wirkungsweise des Stoffes der Cannabis Pflanze. Doch einige sehen von der Anwendung ab, da sie sich nicht im Klaren darüber sind, ob die Verwendung von CBD überhaupt sicher ist. 

Laut der Weltgesundheitsorganisation geht keine Gefahr von CBD aus. Der Wirkstoff mache körperlich nicht abhängig und wirke auch nicht psychoaktiv. Damit unterscheidet er sich stark von seinem verwandten und bekannteren Antagonisten THC
CBD führt zu keiner körperlichen Abhängigkeit
Im Gegensatz zu anderen Medikamenten führt CBD zu keiner körperlichen Abhängigkeit. / Foto: © Patrick Daxenbichler - Fotolia.com

Laut mehreren Studien ruft CBD auch nur wenige und ungefährliche Nebenwirkungen auf. So haben Anwender bereits die Erfahrung gemacht, dass bei CBD Öl ein trockener Mund oder ein Schläfrigkeitsgefühl auftreten kann. 

Vorsichtig sollte man jedoch sein, wenn man bereits bestimmte Medikamente benutzt. Dann kann es durchaus zu Wechselwirkungen kommen. Hier empfiehlt sich eine Absprache mit dem Arzt oder einem Apotheker, bevor CBD eingenommen wird.

Ein Fallbereicht bei einem 10-jährigen Mädchen, das im Alter von 5 Jahren sexuell missbraucht wurde, zeigte Cannabisöl einen anhaltenden Rückgang von Angstzuständen. Auch die Schlafqualität der Patientin steigerte sich. Im Gegensatz dazu führten pharmazeutische Medikamenten nur zu einer vorübergehenden Besserung der Zuständen und riefen zudem schwerwiegenden Nebenwirkungen auf.

Macht CBD high?

Gegner von CBD werfen immer wieder die Annahme in den Raum, dass Cannabis doch immer das gleiche sei und letztlich nur zu Rauschzwecken gut sei. Das ist aber ein weit verbreiteter Irrglaube

Cannabis ist nämlich nicht gleich Cannabis. Speziell CBD sorgt nicht dazu, dass man „high“ wird und wirkt auch nicht psychoaktiv. Bei THC ist das anders, das stimmt. Aber ohne einen höheren Anteil an THC, gibt es auch keinen Rausch. 

Jugendliche rauchen einen Joint
CBD ist kein Rauschmittel und macht Dich nicht wie THC high. / Foto: © guruXOX - Fotolia.com

Die CBD Produkte selbst dürfen deshalb auch nur einen geringen Anteil an THC (max. 0,2%) besitzen. Hanfpflanzen, die in Europa zur Verarbeitung zu CBD Produkten verwendet werden, müssen schon von Anfang an arm an THC und reich an CBD sein.

Welches CBD Öl bei Angst und Panikattacken?

Einer der bekanntesten CBD Produkte ist das CBD Öl (häufig auch Cannabisöl genannt). Möchte man den bereits vorgestellten Studien Glauben schenken, so könnten Cannabidiol Öle eine echte Alternative zu herkömmlichen Medikamenten gegen Angststörungen sein. 

Möchte man ein CBD Öl kaufen, so sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass der THC Anteil höchstens 0,2% beträgt. Seriöse Hersteller geben dabei alle Inhaltsstoffe transparent auf dem Etikett an. 
CBD Öl von Nordic Oil
Das 5-prozentige CBD Öl von Nordic Oil. Wir haben es bereits getestet! / Foto: © Die Grüne Oase

Hilfreich könnten auch sogenannte Vollspektrumextrake (oder auch Vollöle) sein, die neben CBD noch über andere Terpene, Aminosäuren oder Vitaminen verfügen. Damit kann man also auch von anderen Wirkstoffen profitieren und es tritt der Entourage-Effekt ein. 

Wegen der großen Auswahl an CBD Ölen sollte man dringend auf hohe Qualität achten. Als Anfänger empfiehlt es sich, mit einem 5- oder 10-prozentigem Öl zu beginnen. 

CBD Öl bei Angst - wie dosieren?

Die richtige Dosierung für jeden Menschen gibt es natürlich nicht. Die Wirksamkeit der CBD Öl Tropfen kann von Person zu Person unterschiedlich sein

Es kommt neben dem Erscheinungsbild der eigentlichen Angststörung oder der Intensität der Panikattacke auch auf das individuelle Körpergewicht des Einnehmenden an. 

Sublinguale Einnahme von CBD Öl
Jeder Mensch reagiert anders auf CBD, weswegen es keine einheitliche Dosierung für alle gibt. / Foto: © Elizabeth - Fotolia.com

Empfehlenswert ist es, dass man zu Beginn mit einem Öl mit niedrigerem CBD Gehalt anfängt, um sich erstmal an das Produkt zu gewöhnen. Bei stärkeren Panikattacken kann aber auch auf 20-prozentiges Öl zurückgegriffen werden. 

Als Dosierung wird meistens 3x 5-10 Tropfen (bei 5% oder 10% Öl) täglich empfohlen. Man sollte aber lieber erstmal etwas langsamer anfangen. Denn Dosierung kann man beim ausbleibenden Effekt schließlich immer noch anpassen. 

Einnahme von CBD Öltropfen
Die Einnahme von CBD gestaltet sich recht einfach. / Foto: © Die Grüne Oase

Wie wird CBD Öl eingenommen?

Man kann das CBD Öl mithilfe der Pipette direkt unter die Zunge tropfen. So kann das CBD über die Mundschleimhaut direkt aufgenommen werden. Du solltest aber die Tropfen noch eine kurze Zeit (30 Sekunden bis 60 Sekunden) unter der Zunge behalten, bevor Du das Öl herunterschluckst. 

Hier erfährst Du noch mehr zur Einnahme von CBD!

Noch mehr zum Thema

  • Weiterführende Quellen

    Weblinks:

    https://www.depressionalliance.org/cbd-oil-for-anxiety/

    https://www.projectcbd.org/cbd-for/anxiety

    https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/cbd-oel-gesundheit-rechtslage-1.4413846-2

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27296152

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23307069

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27932983

    Weitere Studien:

    J. A. S. Crippa, G. N. Deremusson, T. B. Ferrari and a. others, “Neural basis of anxiolytic effects of cannabidiol (CBD) in generalized social anxiety disorder: a preliminary report,” Journal of Psychopharmacology, vol. 25, no. 1, 2010.

    M. M. Bergamaschi, R. H. Costa Queiroz, M. H. Nisihara Chagas and a. others, “Cannabidiol Reduces the Anxiety Induced by Simulated Public Speaking in Treatment-Naïve Social Phobia Patients,” Neuropsychopharmacology , vol. 36, p. 1219–1226, 2011.

    Campos et al. 2012, Elbatsh et al. 2012, Zuradi et al. 1993, Shannon et al. 2017, Zuradi et al. 2017, Shannon et al. 2016 (Alle aus dem Buch Healthyvita Academy)

    G. Aviello, B. Romano, F. Borrelli, R. Capasso, L. Gallo, F. Piscitelli, V. Di Marzo and A. A. Izzo, “Chemopreventive effect of the non-psychotropic phytocannabinoid cannabidiol on experimental colon cancer,” Journal of Molecular Medicine, vol. 90, no. 8, p. 925–934, 2012.

    F. Borrelli, G. Aviello, B. Romano, P. Orlando, R. Capasso, F. Maiello and a. others, “Cannabidiol, a safe and non-psychotropic ingredient of the marijuana plant Cannabis sativa, is protective in a murine model of colitis,” Journal of Molecular Medicine, vol. 87, p. 1111, 2009.

    Literatur: 

    CBD Bye, Bye - 2019, Verlag: BoD - Books on Demand, Norderstedt

    Die Wahrheit über CBD - 2018, Anne-Kathrin Reismer, Herausgeber: M. Kafarnik

    CBD Öl und Hanf - Heilmittel oder Hokuspokus? - 2018, Christian Lindberg 

    CBD Handbuch - 2018, Medical Academy

    CBD - Handbuch über Cannabidiol - 2018, Helthyvita Academy

    Das CBD Handbuch - 2019, Martina Laut, RPS Handel UG 

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