CBD Science - einfach erklärt!

Nebenwirkungen von CBD

Die möglichen Nebenwirkungen von CBD

Letztes Update am: 13.11.2019

Viele Menschen haben gute Erfahrungen mit der Wirkung von CBD gemacht. Aber wie sieht es eigentlich mit den Nebenwirkungen von CBD aus? 

Tatsächlich sind die Nebenwirkungen von CBD wissenschaftlich noch nicht vollständig erforscht. Bisherige wissenschaftliche Studien weisen auf eine sehr gute Verträglichkeit hin.

Nebenwirkungen traten in Studien nur vereinzelt und wenn dann in milder Form auf. Wir haben uns die aktuelle Studienlage angesehen.

CBD Nebenwirkungen

Alles in Kürze

  • Laut wissenschaftlichen Studien wird CBD von der überwiegenden Mehrheit von Konsumenten sehr gut vertragen.
  • Insbesondere konnten keine signifikanten Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem, die Vitalfunktionen oder Stimmung festgestellt werden.
  • Dies unterstützt auch ein 2018 Untersuchungsbericht der WHO, der CBD als sicher einstuft.

Welche Nebenwirkungen wurden beobachtet?

Studien befanden, dass die gesundheitlichen Vorteile die möglichen Nebenwirkungen von CBD deutlich übersteigen. Insbesondere im Vergleich mit herkömmlichen Medikamenten besteht ein deutlich milderes Nebenwirkungsprofil.

High wird man von CBD nicht
Im Gegensatz zu THC führt CBD zu keiner körperlichen Abhängigkeit und macht Dich auch nicht "high". / Foto: © Die Grüne Oase

In den von uns untersuchten Studien wurden vereinzelt von folgende Nebenwirkungen berichtet:

  • Müdigkeit – CBD gilt als natürliches Schlafmittel und wird daher auch als Beruhigungsmittel eingesetzt. Du solltest daher mit Autofahren oder dem Bedienen von Maschinen vorsichtig sein.
  • Durchfall – nach dem Konsum von hohen Mengen CBD wurde vereinzelt von Verdauungsstörungen berichtet.
  • Veränderung des Appetitgefühls.
  • Leichtes Schwindelgefühl oder Benommenheit – CBD kann zu einem vorrübergehenden geringen Abfall des Blutdrucks führen. Hier kann eine Tasse Tee oder Kaffee helfen.
  • Trockener Mund – wie bei anderen Cannabinoiden kann die Speichelproduktion vorrübergehend verringert sein. Der Mund kann sich dadurch trocken anfühlen und Durst hervorrufen.
  • Erhöhter Tremor bei Parkinson-Patienten – frühe Studien haben gezeigt, dass CBD bei Menschen mit Parkinson-Erkrankung Tremor und Muskelbewegungen verschlechtern kann
  • Hemmung von P540 Enzymen – besonders wichtig für Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. In diesem Zusammenhang ist der sog. Grapefruit-Test zu beachten (siehe unten)
  • Personen mit Glaukomen sollten CBD meiden, da es den Augeninnendruck erhöhen kann

Speziell bei einer Schwangerschaft ist eine ärztliche Konsultation ratsam Denn CBD nimmt auf spezifische Proteine Einfluss. Das kann unerwünschte Veränderungen der Plazenta-Funktion hervorrufen.

Bei der Einnahme können Wechselwirkungen auftreten

Wechselwirkungen können bei der Einnahme von verschiedenen Präparaten zu unerwünschten Effekten führen. Das pharmakologische Resultat kann verstärkt werden. Es ist aber auch möglich, dass die Wirkung abgeschwächt oder im schlimmsten Fall sogar aufgehoben wird. Außerdem können unerwünschte Nebenwirkungen die Folge sein. Experten gehen davon aus, dass das Öl bei der Einnahme zu Wechselwirkungen mit einigen Medikamenten führen kann.

Bevor Du CBD konsumierst, solltest Du mit Deinem Arzt besprechen, wenn Du CBD mit Medikamenten einnehmen willst. In dem Zusammenhang wird von Wissenschaftlern in den USA regelmäßig der sog. Grapefruit-Test erwähnt.

Denn einzelne Wirkstoffe in der Grapefruit interagieren mit Medikamenten ähnlich wie CBD. Bei beiden existieren chemische Verbindungen, die die Expression einiger Cytochrom-P450-Enzyme hemmen. Diese Enzymfamilie verstoffwechselt die meisten Arzneimittel, die zur Behandlung des Menschen verwendet werden.

Aus diesem Grund warnen Ärzte regelmäßig vor dem Konsum von Grapefruit während Einnahme von bestimmten Medikamenten.

Sollte Dein Arzt Dir raten die Grapefruit während einer Behandlung zu meiden, solltest Du von der Einnahme von CBD eher absehen. Eine weiterführende Liste findest Du hier.

Gesammelte Erfahrungen zu Nebenwirkungen von CBD

Unser Team hat hunderte von Erfahrungen von amerikanischen Konsumenten zu Nebenwirkungen von CBD ausgewertet. Solltest Du nicht an Epilepsie, Glaukomen oder Parkinson leiden, sind Nebenwirkungen kaum in Erscheinung getreten.

Die häufigsten Nebenwirkungen aus den gesammelten Erfahrungen sind Müdigkeit, Magenverstimmungen und gesteigerter Appetit. Diese werden aber als sehr mild bezeichnet. Einige Konsumenten verweisen darauf, dass man unbedingt auf eine ausreichende Nahrungszufuhr achten sollte.

Nebenwirkungen CBD

 

Kann CBD zu Übelkeit oder Durchfall führen?

Ja, es gab vereinzelte Berichte von Übelkeit und Durchfall von Versuchspersonen in wissenschaftlichen Studien. Dies war aber die Ausnahme. Die überwiegende Mehrheit aller Probanden hatten in den bisherigen Studien keine Probleme mit CBD.

Das interessante ist: Es gibt Stimmen, dass CBD auch zur Bekämpfung von Überkeit und Durchfall eingesetzt werden könnte!

CBD bei Übelkeit?

Einige Studien haben gezeigt, dass CBD sogar speziell zur Bekämpfung von Übelkeit Wirkung zeigt. Das nicht-berauschende Cannabinoid CBD interagiert mit Serotonin-Releasing-Rezeptoren, und es wurde gezeigt, dass es in relativ kleinen Dosen verabreicht wird, um sowohl Übelkeit als auch Erbrechen zu lindern.

Auch dem psychoaktiven Wirkstoff der Cannabis-Pflanze, dem THC, werden ähnliche Wirkungen zugeschrieben. THC bekämpft Übelkeit durch das Andocken an sogenannte CB1-Rezeptoren. Cannabidiol (CBD) hingegen interagiert mit Serotoninrezeptoren und kann so dem Gefühl von Übelkeit entgegen wirken. Beide Wirkstoffe könnten somit Übelkeit verringern. Manche vorklinischen Berichten zufolge ist CBDa, die saure Form von CBD, hier sogar noch effektiver.

Daher wird CBD auch oft für Krebspatienten, die an starker Übelkeit in Folge von Chemotherapie leiden, eingesetzt.

CBD bei Durchfall und Verstopfung?

Auch Durchfall und Verstopfung können mit CBD behandelt werden, sie können jedoch auch als Nebeneffekt dieser Pflanze auftreten. Einige Menschen berichteten von einer leichten Verdauungsstörung, einschließlich Durchfall, durch Einnahme hoher Dosen von CBD. In diesem Fall ist es ratsam, die Dosis zu veringern oder den Konsum auszusetzen.

Kann CBD als Nebenwirkung Kopfschmerzen hervorrufen?

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen und ein trockener Mund. Es ist interessant, dass einige Menschen von Kopfschmerzen mit CBD-Gebrauch  berichten, da eine der häufigsten Anwendungen von CBD die Behandlung von Migränekopfschmerzen ist.

Die Skaggs School of Pharmacy and Pharmaceutical Sciences - Universität von Colorado, führte im Jahr 2016 eine Studie durch , um die Verwendung von medizinischem Cannabis zur Behandlung von Migräne-Kopfschmerzen zu testen. Die Ergebnisse waren sehr vielversprechend. Die Forschungsstatistiken schlussfolgerten, dass CBD dazu beigetragen hat, die Häufigkeit von Kopfschmerzen auf weniger als 50% zu senken, d.h von 10,4 auf 4,6 Kopfschmerzen pro Monat.

Trotz dieser Schlussfolgerungen wird in der Ärzteschaft diskutiert, ob CBD-Öl gleichzeitig auch die Ursache von Kopfschmerzen sein kann . Ein Arzneimittel, das einen bestimmten Zustand minimiert, kann in verschiedenen Situationen den gleichen Zustand auslösen. In gewisser Weise kann es mit vielen modernen Medikamenten verglichen werden, zum Beispiel ist Paracetamol gut für Kopfschmerzen, kann aber auch welche verursachen.

Laut Cannabis and Cannabinoid Research (2017) kann CBD vorallem Durchfall, Müdigkeit und Probleme im Zusammenhang mit Gewicht und Appetit verursachen. Diese Studie erwähnte auch nie Kopfschmerzen als mögliche Nebenwirkung von CBD-Öl. 

Gibt es Nebenwirkungen von CBD auf Hunde?

Wie bei allem, was Du Deinem Hund gibst, ist es ratsam zu prüfen, ob CBD für unsere Vierbeiner überhaupt sicher ist. Während es in der Veterinärgemeinschaft einige Debatten über die Wirksamkeit gibt, wird CBD-Öl im Allgemeinen als sehr risikoarm für Hunde angesehen. Bei einigen Hunden können allerdings milde Nebenwirkungen auftreten, die häufigste ist – wie bei den Menschen auch – erhöhte Schläfrigkeit. Während die richtige Dosierung wichtig ist, besteht für eine tödliche Überdosierung bei CBD-Öl kein Risiko. Wenn Dein Hund zu viel zu sich nimmt, kann es zu trockenem Mund, Durchfall oder Schwindel kommen. Hier sind die Nebenwirkungen von CBD von Hunden mit denen bei Menschen vergleichbar.

CBD kann auch für Tiere geeignet sein
Foto: © Die Grüne Oase
Du bist Dir noch unsicher, ob Du Deinem Haustier wirklich CBD geben möchtest? Kein Problem! Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst und zeigen Dir, worauf Du achten musst.

Während CBD-Öl als relativ sicher gilt, solltest Du bei Fragen einen Tierarzt kontaktieren. Denn nicht jedes CBD-Öl ist auch gleichwertig. Wir raten dazu zu prüfen, wie das Produkt hergestellt wird und sicherzustellen, dass es keine schädlichen Zusätze enthält. Auf keinen Fall solltest Du Deinem Hund Produkte geben, die THC enthalten. Denn THC ist für Hunde sehr schädlich.

Weiterführende Quellen

  • Quellen

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5569602/

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22129319

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16946411

    https://www.karger.com/Article/Abstract/137430

    https://www.karger.com/Article/FullText/484886

    https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.3109/00207458608985678

    http://www.medicinalgenomics.com/wp-content/uploads/2013/01/Bergamaschi_2011.pdf

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