CBD Science - einfach erklärt!

Nebenwirkungen von CBD

Die möglichen Nebenwirkungen von CBD

Letztes Update am: 16.09.2021 Marie 7 min.

Hat CBD Nebenwirkungen?

Und wenn “Ja” - welche?

Das ist die Frage aller Fragen, die Du Dir womöglich stellst, bevor Du CBD ausprobierst. Viele Menschen haben gute Erfahrungen mit der Wirkung von CBD gemacht.

Und der Mythos des Wunderheilmittels ohne Nebenwirkungen rankt sich um diese Entdeckung des Naturstoffes.

Aber hält es auch, was es verspricht? Wir sind der aktuellen Studienlage auf den Grund gegangen.

Und hier findest Du die Ergebnisse unserer Recherche:

CBD Nebenwirkungen
  • Überblick
  • Verträglichkeit
  • Deklaration und Qualität
  • Studien
  • Wirkung auf den Körper
  • Externes CBD
  • Abbau in der Leber
  • WHO
  • Erfahrungsberichte
  • Übelkeit
  • Diarrhö
  • Kopfschmerzen
  • Schwangerschaft
  • Wechselwirkungen
  • Grapefruit Test
  • Alkohol
  • Epilepsie-Medikamente
  • Blutverdünner
  • Schlafmittel
  • Dosierung
  • Überdosis?
  • Herzrasen
  • Quellen

Alles über Nebenwirkungen von CBD auf einen Blick:

  • CBD sollte nicht bei Schwangerschaft eingenommen werden, da es sich auf die Plazenta auswirkt. 🚼
  • CBD interagiert mit anderen Medikamenten und Substanzen - konsultiere zuvor immer Deinen Arzt, bevor Du CBD zu Dir nimmst, um unerwünschte Interaktionen zu vermeiden.
  • Laut wissenschaftlichen Studien wird CBD von der überwiegenden Mehrheit der Konsumenten sehr gut vertragen.
  • Insbesondere konnten keine langfristigen Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem, die Vitalfunktionen oder Stimmung festgestellt werden.

Welche Nebenwirkungen können bei der CBD-Einnahme auftreten?

Vorneweg: Bei allem, was wir zu uns nehmen, können Nebenwirkungen auftreten.

So auch bei CBD.

Tatsächlich werden die Nebenwirkungen von CBD wissenschaftlich weiterhin erforscht.

Bisherige wissenschaftliche Studien weisen auf eine sehr gute Verträglichkeit hin.

Diese Studien befanden, dass die gesundheitlichen Vorteile die möglichen Nebenwirkungen von CBD deutlich übersteigen.

Insbesondere im Vergleich zu herkömmlichen Medikamenten besteht ein deutlich milderes Nebenwirkungsprofil.

“Wenn auch CBD generell als sehr verträglich gilt, werden doch Nebenwirkungen beschrieben. In erster Linie sind dies Müdigkeit, Fatigue, Anorexie und Diarrhö [10]. Insbesondere bei Patienten mit Tumorerkrankungen sind dies ohnehin häufige und belastende Beschwerden, durch die ein möglicher therapeutischer Effekt des CBD auch wieder eingeschränkt werden kann.” Literaturzeitschrift: “Der Schmerz” 2020

Bei der Einnahme von CBD können somit grundlegende Nebenwirkungen auftreten.

Mögliche Nebenwirkungen von CBD:

  • Kopfschmerzen 🤕
  • Gastrointestinale Beschwerden
  • Übelkeit🤢
  • Niedriger Blutdruck mit Schwindel
  • Trockener Mund
  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit oder Benommenheit😴

All diese unerwünschten Wirkungen werden für kurzfristige Nebenwirkungen gehalten.

Das heißt, dass sie nur so lange anhalten, wie das CBD im Körper vorhanden ist.

Nebenwirkungen von CBD
Foto: © Die Grüne Oase

Gibt es Unterschiede zwischen den Präparaten?

CBD wird in Deutschland unter anderem als Nahrungsergänzungsmittel eingeordnet.

Das Hanföl kann aber auch als Aromaöl gelabelt sein.

Nicht jedes CBD-Öl ist dabei gleichwertig in seiner Qualität.

Die Herkunft des CBD ist häufig undurchsichtig und es gibt große Qualitätsunterschiede.

Nur wenige haben Bio-Qualität.

Die Qualität des Produkts wirkt sich auch auf die Wirkung sowie die Nebenwirkungen aus.

Am häufigsten sind Nebenwirkungen von CBD-Öl bekannt, da dieses die häufigste Darreichungsform darstellt.

Wir raten Dir dazu, zu prüfen, wie das Produkt hergestellt wird, um sicherzustellen, dass es keine schädlichen Zusätze enthält.

Belegte Nebenwirkungen in Studien

In den von uns untersuchten Studien zu CBD wurde vereinzelt von folgenden Nebenwirkungen berichtet:

  • Müdigkeit – CBD gilt als natürliches Schlafmittel und wird daher auch als Beruhigungsmittel eingesetzt. Du solltest daher beim Autofahren oder dem Bedienen von Maschinen vorsichtig sein.
  • Durchfall – Nach dem Konsum von hohen Mengen CBD wurde vereinzelt von Verdauungsstörungen berichtet.
  • Veränderung des Appetits – CBD wirkt an den Cannabinoid-Rezeptoren und kann das Appetitgefühl ändern. In diesen Fällen tritt meistens Appetitlosigkeit ein.
  • Übelkeit - Es gibt Berichte von Übelkeit bei Versuchspersonen in wissenschaftlichen Studien.
  • Leichtes Schwindelgefühl oder Benommenheit – CBD kann zu einem vorübergehend geringen Abfall des Blutdrucks führen. Hier kann eine Tasse Tee oder Kaffee helfen.
  • Trockener Mund – Wie auch bei anderen Cannabinoiden kann die Speichelproduktion vorübergehend verringert sein. Das kann zu einem trockenen Gefühl im Mund führen und Durst hervorrufen.
  • Erhöhter Tremor bei Parkinson-Patienten – Frühe Studien haben gezeigt, dass CBD bei Menschen mit Parkinson-Erkrankung Tremor und Muskelbewegungen verschlechtern kann.
  • Personen mit einem Glaukom sollten die Anwendung meiden, da CBD als Nebenwirkung den Augeninnendruck erhöhen kann.
  • Schwangere sollten die Einnahme von CBD meiden, da es sich auf die Plazenta auswirkt.
  • Hemmung von P540 Enzymen – Besonders wichtig für Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. In diesem Zusammenhang ist der sogenannte Grapefruit-Test zu beachten (siehe unten).

Laut Bundesgesundheitsblatt sind lediglich bei cannabisbasierten Fertigarzneimitteln, wie z.B. Dronabinol (mit THC), potentiell schwerwiegende Nebenwirkungen wie Depressionen, Suizidgedanken, Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Dissoziation und Sinnestäuschung bekannt. 🧠

Dies sei allerdings nur in jeweils mehr als einem von 1000 Fällen der Fall gewesen. Die Auswertung dieser Studien läuft noch (Stand: Februar: 2021).

Welche Wirkung hat CBD auf den menschlichen Körper?

CBD hat einen positiven Einfluss auf das zentrale Nervensystem und das Gehirn. 🧠

Durch seine neuroprotektive Wirkung kann es Nervenzellen regenerieren, wodurch Gedächtnisstörungen gelindert oder gar verhindert werden können.

Die Wirkung im Endocannabinoidsystem kann außerdem Stress, Depressionen und Angstzustände abmildern.

Im Gehirn wirkt es entzündungshemmend, schmerzstillend, beruhigend, angstlösend und sogar antipsychotisch.

Oft wird CBD als sogenannte Add-on-Therapie oder Begleittherapie eingesetzt.

Dies bedeutet, dass CBD zusätzlich zu einer bereits bestehenden Standardtherapie verwendet wird.

Körpereigenes Cannabinoid und das Endocannabinoidsystem

Säugetiere besitzen ein körpereigenes Endocannabinoid-System.

Dies wurde während der Erforschung der vielfältigen Wirkungen von Cannabinoiden aus der Hanfpflanze (C. sativa) entdeckt.

Mit diesem System werden bestimmte physiologische Funktionen moduliert :

🧬 🧠 🫀 🫁

  • Appetit/Nahrungsaufnahme
  • Neuroprotektion
  • Temperaturregulation
  • Auslösung und Koordination von Bewegungen
  • Wahrnehmung von Schmerz
  • Adäquate Gedächtnisfunktion
  • Adäquate Immunfunktionen
  • Gefäßtonus
  • Reproduktionsprozesse

Innerhalb dieses körpereigenen Endocannabinoid-Systems existieren mehrere Rezeptoren.

Für diese Rezeptoren kann der Körper eine eigenen Art von Cannabinoiden herstellen und diese nach Bedarf isoliert ansteuern.

Diese körpereigenen („endogenen“) Substanzen aktivieren die beiden Rezeptoren CB1 und CB2.

Einfluss von externem CBD auf das Endocannabinoidsystem

Mit diesem Endocannabinoidsystem kann (externes) CBD interagieren.

Bei den Cannabinoidrezeptoren unterscheidet man zwischen

CB1- und CB2-Rezeptoren.

Zudem gibt es einen weiteren Cannabinoidrezeptor namens GPR55-Rezeptor. Normalerweise werden diese Rezeptoren dosiert und separiert angesteuert.

„Wenn THC oder synthetische Cannabinoide von außen zugeführt werden, wird der ganze Körper überschüttet. Das kann im Falle von Medikamenten unerwünschte Nebenwirkungen verursachen.”,

äußert sich Beat Lutz, Leiter des Instituts für Physiologische Chemie der Universitätsmedizin Mainz, in einem Interview mit der FAZ.

Die mögliche Überflutung von externem CBD kann daher zu unerwünschten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit Medikamenten führen.

Abbau von CBD in der Leber

Wichtig ist zudem zu berücksichtigen, dass CBD in der Leber abgebaut wird.

Dies geschieht - ebenso wie bei den meisten Medikamente - in der Leber durch Cytochrom-P450-Enzyme.

Werden zeitgleich Medikamente eingenommen, die über dieselben Enzyme abgebaut werden, konkurrieren beide Substrate um diese Enzyme.

Das Resultat: Das Medikament wird langsamer abgebaut und seine Wirkung wird somit verstärkt..

Hierzu gehören beispielsweise:

  • der Säurehemmer Pantoprazol sowie
  • das Antiepileptikum Clobazam

Zudem ist CBD als Hemmer des Enzyms CYP2D6 in der Leber beteiligt.

Medikamente, die dieses Enzym für ihre Verstoffwechselung benötigen, werden dann nur verlangsamt abgebaut.

Sie erreichen demnach einen sehr hohen Spiegel im Körper.

Hierzu zählen der Säurehemmer Omeprazol, das Neuroleptikum Risperidon sowie weitere Neuroleptika.

Es existieren auch Hinweise, dass CBD über die Hemmung des Enzyms CYP2C9 den Abbau Metabolismus von Warfarin (ein Medikament zur Blutgerinnung) sowie Diclofenac (ein Schmerzmedikament) hemmt.

Auf der anderen Seite fungieren auch diverse andere Medikamente als Hemmer.

So zum Beispiel von CYP3A4. Wird CBD daher gemeinsam mit beispielsweise Ketoconazol, Itraconazol und Ritonavir eingenommen, kann der Abbau von CBD verzögert sein .

Bei allen Medikamentenkonstellationen ist daher Vorsicht geboten.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, besprich dies bitte mit Deinem behandelnden Arzt.

Ist CBD schlecht für die Leber?

Eine Studie aus 2019 hat mögliche Nebenwirkungen von CBD auf die Leber feststellen können.

Eine Forschergruppe hat mittels Studien mit Mäusen die Hepatotoxizität von CBD untersucht.

Den Mäusen wurde Epidiolex, ein Medikament auf CBD-Basis, mit unterschiedlichen CBD-Dosen verabreicht.

Nach 24 Stunden zeigten einige der Mäuse, denen das Medikament mit einer hohen CBD-Dosis verabreicht worden war, Anzeichen von Leberschäden.

Fraglich ist aber, ob anhand dieser Studie Rückschlüsse auf mögliche Leberschäden durch CBD bei Menschen gezogen werden können.

Die gemeinnützige Organisation Project CBD kritisiert, dass die Studie keine Versuche mit menschlichen Probanden durchgeführt habe.

Dies sei laut Project CBD ein enorm großer Unterschied.

Außerdem wurden den Mäusen extreme Dosen CBD verabreicht – bis zu 0,25% ihres Körpergewichts.

Das sei eine unverhältnismäßig hohe Dosierung.

Einig sind die meisten Forscher sich darin, dass noch mehr geforscht werden muss.

Nur so könne geklärt werden, ob CBD bei gesunden Menschen Nebenwirkungen in der Leber oder gar Leberschäden verursachen kann.

Aussagen des WHO Forschungsberichtes zur CBD-Thematik

Wir haben hier einige der Kernaussagen des WHO-Berichtes zum Thema CBD für euch zusammengetragen:

  • Im Gegensatz zum THC ruft CBD beim Menschen keinerlei Anzeichen für Abhängigkeit oder Missbrauch hervor.
  • Bisher konnten keine Begleiterscheinungen oder Nebenwirkungen bei der Anwendung von purem CBD festgestellt werden.
  • CBD wird in der Regel sehr gut vertragen. Sein Gebrauch ist also sicher für die Anwender/-innen.
  • Zahlreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier werden angenommen. So soll CDB neuroprotektiv sein (d.h. es schützt die Nervenzellen vor strukturellen und funktionellen Defekten).
  • Zudem werden angstlösende, antipsychotische, schmerzlindernde und entzündungshemmende Effekte vermutet.
  • Ein weiteres mögliches Feld bietet die Anwendung von CBD zur Behandlung von Drogenabhängigkeit. Hier steht die Forschung noch am Anfang. Es wird angenommen, dass CBD bei der Behandlung von verschiedenen Abhängigkeiten (Opiate, Kokain, Psychostimulanzien) helfen kann. Sogar bei Cannabis- (dem mit hohem THC-Gehalt) und Tabakabhängigkeit könnten positive Effekte auftreten.

Auswertung von Erfahrungsberichten zu Nebenwirkungen von CBD

Unser Team hat hunderte von Erfahrungsberichten von amerikanischen Konsumenten zu Nebenwirkungen von CBD ausgewertet.

Solange die Konsumenten nicht an Epilepsie, Glaukomen oder Parkinson litten, sind Nebenwirkungen kaum in Erscheinung getreten.

Die häufigsten Nebenwirkungen aus den gesammelten Erfahrungen sind Müdigkeit, Magenverstimmungen und gesteigerter Appetit.

Diese werden aber als sehr mild bezeichnet. Einige Erfahrungsberichte von Konsumenten verweisen darauf, dass man unbedingt auf eine ausreichende Nahrungszufuhr achten sollte.

CBD und Übelkeit

Es gibt Berichte über Übelkeit von Versuchspersonen in wissenschaftlichen Studien.

Dies war aber die Ausnahme. Die überwiegende Mehrheit aller Probanden hatten in den bisherigen Studien keine Probleme mit CBD.

Das Interessante ist: Einige Studien haben gezeigt, dass CBD-Produkte sogar speziell bei der Bekämpfung von Übelkeit wirken. 🤢

Dabei wurde das CBD in relativ kleinen Dosen verabreicht, um sowohl Übelkeit als auch Erbrechen zu lindern.

Auch dem psychoaktiven Wirkstoff der Cannabis-Pflanze, dem Tetrahydrocannabinol (THC), werden ähnliche Wirkungen zugeschrieben.

Das psychoaktive THC bekämpft Übelkeit durch das Andocken an sogenannte CB1-Rezeptoren.

Das nicht-berauschende Cannabidiol (CBD) hingegen interagiert mit Serotonin-Releasing-Rezeptoren und kann so dem Gefühl von Übelkeit entgegenwirken.

Beide Wirkstoffe könnten somit Übelkeit verringern.

Manchen vorklinischen Berichten zufolge ist CBDa, die saure Form von CBD, hier sogar noch effektiver.

Daher wird CBD auch oft für Krebspatienten, die an starker Übelkeit in Folge der Chemotherapie leiden, eingesetzt.

CBD und Durchfall oder Verstopfungen

Auch Durchfall und Verstopfung können mit dem Cannabidiol der Hanf Pflanze behandelt werden, sie können jedoch auch als Nebenwirkungen von CBD auftreten.

Einige Menschen berichteten von einer leichten Verdauungsstörung einschließlich Durchfall durch Einnahme hoher Dosen von CBD.

In diesem Fall ist es ratsam, die Dosis zu verringern oder den Konsum auszusetzen.

CBD und Kopfschmerzen

Die am häufigsten berichteten CBD Begleiterscheinungen sind Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen und ein trockener Mund.

Es ist interessant, dass einige Menschen von Kopfschmerzen bei CBD-Gebrauch berichten, da eine der häufigsten Anwendungen von CBD die Behandlung von Migränekopfschmerzen ist.🤕

Die Skaggs School of Pharmacy and Pharmaceutical Sciences - Universität von Colorado führte im Jahr 2016 eine Studie durch, um die Verwendung von medizinischem Cannabis zur Behandlung von Migräne-Kopfschmerzen zu testen.

Die Ergebnisse waren sehr vielversprechend.

Die Forschungsstatistiken schlussfolgerten, dass CBD dazu beigetragen hat, die Häufigkeit von Kopfschmerzen auf weniger als 50% zu senken, d.h. von 10,4 auf 4,6 Mal Kopfschmerzen pro Monat.

Trotz dieser Schlussfolgerungen wird in der Ärzteschaft diskutiert, ob die Nebenwirkungen von CBD Öl gleichzeitig auch die Ursache von Kopfschmerzen sein können.

Ein Arzneimittel, das einen bestimmten Zustand minimiert, kann in verschiedenen Situationen den gleichen Zustand auslösen.

In gewisser Weise kann es mit vielen modernen Medikamenten verglichen werden- zum Beispiel ist Paracetamol gut für Kopfschmerzen, kann aber auch welche verursachen.

Laut Cannabis and Cannabinoid Research (2017) kann CBD vor allem Durchfall, Müdigkeit und Probleme im Zusammenhang mit Gewicht und Appetit verursachen.

Diese Studie erwähnte aber nie Kopfschmerzen als mögliche CBD Nebenwirkung.

Nebenwirkungen von CBD bei Schwangerschaft

Auch speziell bei einer Schwangerschaft ist eine ärztliche Konsultation ratsam. Denn CBD nimmt auf spezifische Proteine Einfluss.

Das kann unerwünschte Veränderungen bei der Funktion der Plazenta hervorrufen.

Kann CBD Wechselwirkungen mit anderen Substanzen verursachen?

Ja, bei der Einnahme von CBD mit anderen Substanzen können Wechselwirkungen auftreten.

Diese Interaktionen können bei der Einnahme von verschiedenen Präparaten zu unerwünschten Effekten führen.

Das pharmakologische Resultat der Substanzen kann verstärkt, aber auch abgeschwächt oder gar aufgehoben werden.

Es kann allerdings auch zu weiteren anderen unerwünschten Nebenwirkungen kommen.

Wechselwirkungen bei der Einnahme von Epilepsie Medikamenten, von Antidepresiva, Schlafmitteln, Blutverdünnern, Alkohol oder gar Grapefruits sind keine Seltenheit.

Bevor Du CBD konsumierst, solltest Du das mit Deinem Arzt besprechen, wenn Du CBD gemeinsam mit Medikamenten einnehmen willst.

In dem Zusammenhang wird von Wissenschaftlern in den USA regelmäßig der sog. Grapefruit-Test erwähnt (siehe unten).

Wie hängt der Grapefruit Test mit der Einnahme von CBD zusammen?

Einzelne Wirkstoffe in der Grapefruit interagieren mit Medikamenten ähnlich wie CBD.

Bei beiden existieren chemische Verbindungen, die die Expression einiger Cytochrom-P450-Enzyme hemmen.

Diese Enzymfamilie verstoffwechselt die meisten Arzneimittel, die zur Behandlung des Menschen verwendet werden.

Aus diesem Grund warnen Ärzte regelmäßig vor dem Konsum von Grapefruit während der Einnahme von bestimmten Medikamenten.

Sollte Dein Arzt Dir dazu raten, die Grapefruit während einer Behandlung zu meiden, solltest Du auch von der Einnahme von CBD absehen.

Eine weiterführende Liste findest Du hier.

CBD und Alkohol

Die Wissenschaft ist sich noch immer im Unklaren, ob und wie CBD und Alkohol zusammenwirken.

Es existieren zahlreiche Studien über die Auswirkungen einer Kombination der beiden Substanzen, die Ergebnisse sind jedoch unterschiedlich.

Ein Teil der Studien kam zu dem Ergebnis, dass die Vermengung von CBD und Alkohol die Wirkungen der jeweiligen Substanz verstärke.

Der andere Teil hingegen konnte keine Wechselwirkung bei einer gleichzeitigen Einnahme feststellen.

Inzwischen existieren sogar bereits Studien, die eine ausgleichende Wirkung von CBD auf durch Alkohol verursachte neurodegenrative Schäden im Gehirn feststellen konnten.

Eine andere Studie kam zu dem Ergebnis, dass CBD alkoholbedingte Leberschäden vorbeugen könnte.

Die Wissenschaftler verabreichten Nagetieren 30 Minuten vor dem Alkoholkonsum CBD.

In der Folge zeigten sich die tierischen Probanden weniger anfällig für alkoholbedingte Leberschäden.

Aber auch hier ist dies nicht mit menschlichen Probanden durchgeführt worden.

Wichtig ist es aber, die unklare Lage im Hinterkopf zu behalten.

Neben den möglichen neutralen oder gar positiven Wirkungen von CBD bei gleichzeitigem Alkoholgenuss können auch negative Effekte auftreten oder die Nebenwirkungen von Alkohol und CBD Nebenwirkungen verstärkt werden.

Der Abbau beider Substanzen erfolgt nämlich in der Leber.

CBD und Epilepsie-Medikamenten

Die Wirkung von CBD und Epilepsie-Medikamenten kann sich abschwächen oder verstärken, je nach Art der Epilepsie und Therapie.

Solltest Du unter Krampfanfällen leiden: Bitte besprich auch in diesem Fall Dein Vorhaben unbedingt mit Deinem Arzt.

CBD und Blutverdünner

Vorsicht besteht auch, wenn Du gleichzeitig Blutverdünner einnimmst. 🩸

Hier besteht die Gefahr einer Wechselwirkung. Bitte besprich auch in diesem Fall Dein Vorhaben unbedingt mit Deinem Arzt.

CBD und Schlafmittel

Auch wenn Du Schlafmittel einnimmst können unerwünschte Wechselwirkungen eintreten.

Daher solltest Du auch in diesem Fall Dein Vorhaben, CBD einzunehmen, mit Deinem Arzt besprechen.

Die richtige Einnahme und Dosierung von CBD und CBD-Öl

Mit der richtigen Dosierung und Einnahme werden mögliche Nebenwirkungen vermieden.

Die ideale Dosierung hängt davon ab, in welcher Form das CBD eingenommen wird.

Selbst für Experten ist die richtige Dosierung nicht einfach.

Aufgrund des Wirkungsmechanismus führt nur eine mittlere Dosis zum gewünschten Effekt.

Es gilt demnach nicht “je mehr, desto besser”.

Die beliebtesten Einnahmeformen sind CBD Tropfen, CBD Öle und CBD Kapseln. 💊

Die Dosierung von CBD-Produkten ist einfach und unkompliziert.

Die Wirkungen und Nebenwirkungen von CBD Öl kannst Du durch eine filigrane Dosierung - meist mit Pipette - besonders gut beeinflussen.

Vorgehensweise für die richtige Dosierung der Leinows Publikation (CBD. A Patient’s Guide to medical Cannabis, 2017):

1.Bewusstmachen, wobei CBD helfen soll

2.Nachsehen, welcher Dosierungsbereich dem jeweiligen Anwendungsfall entspricht – entweder Mikrodosis, Standarddosis oder Makrodosis

Mikrodosis:

Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Stimmungstief, PTBS, Stress und meta-

bolische Erkrankungen

Standarddosis:

Schmerzen, Entzündungen, Autoimmunerkrankungen, Angst,

Depressionen, Arthritis, Fibromyalgie, Multiple Sklerose, chronisch entzündliche Darm-

erkrankungen, Autismus und Gewichtsreduktion

Makrodosis:

Krebs, Epilepsie, Lebererkrankungen und andere lebensbedrohliche Erkran-

kungen

3.Beginn mit der kleinsten Dosis (linke Spalte der Tabelle) (Die in der Tabelle gelisteten Angaben gelten pro Kilogramm, das heißt, es muss mit dem eigenen Körpergewicht multipliziert werden)

4.Beibehaltung dieser Dosis für ca. 2 – 4 Tage

5.Beim Auftreten negativer Empfindungen unter der Dosis, die zuvor nicht bestanden haben, sollte die Dosis halbiert und erneut 2 – 4 Tage beibehalten werden.

6.Treten keine negativen Effekte auf, wird auf die nächstgrößere Dosierung (zweite Spalte von links) erhöht und wieder für 2 – 4 Tage beibehalten.

7.Die Dosis wird so lange erhöht, bis negative Effekte auftreten und/oder die gewünschte Wirkung weniger wird, dann sollte zur vorherigen Dosis zurückgekehrt werden – dies ist die optimale Dosis.

Tabelle 3: Dosierung für die verschiedenen Anwendungsbereiche

Dosierung (mg/kg) für die sublinguale Anwendung

von CBD (typische Standard-Dosierungen)

Wichtig ist, dass Du Dich langsam herantastest.

Da jeder Körper unterschiedlich auf das Cannabinoid der Hanfpflanze reagiert, ist es ratsam, die Dosis langsam zu steigern.

Kann man CBD überdosieren?

Eine Überdosierung ist bei CBD schwer möglich.

Die dauerhafte Einnahme von Cannabidiol wird laut Studien auch in hohen Dosen gut vertragen.

Dennoch gibt es eine Obergrenze.

Diese wurde an Rhesusaffen untersucht. Hierbei erhielten sie täglich CBD oral in Dosen von 30, 100 oder 300 mg/kg über einen Zeitraum von 90 Tagen.

Sämtliche erhobene Messwerte waren nach diesem Zeitraum im normalen Bereich.

Man fand:

  • eine Gewichtszunahme der Leber und der Nieren
  • eine Gewichtszunahme des Herzens.
  • Auch ein Schrumpfen der Testikel sowie
  • eine verringerte Spermienproduktion.

Bei einem 80 kg schweren Erwachsenen würde die geringste in der Studie getestete Dosis zu einer Tagesdosis von 2400 mg führen.

Dies liegt weit oberhalb der derzeit therapeutisch eingesetzten Dosierungen.

Wie so oft heißt es daher auch hier: Die Dosis macht das Gift.

Studien konnten daher selbst bei einer deutlich höheren als der empfohlenen Dosierung keine nachhaltig negativen Auswirkungen auf den Körper feststellen.

Bei Dosierungen, die in Maßen höher sind als die empfohlenen Dosierungen, ist es möglich, dass die Wirkung des Cannabinoids verstärkt wird.

In der Folge können die oben genannten Nebenwirkungen verstärkt auftreten. 🤮

Fazit:

Auch wenn CBD frei verkäuflich ist und in Nahrungsergänzungsmitteln verarbeitet wird:

CBD kann kurzfristige Nebenwirkungen verursachen.

Auch Wechselwirkungen mit Medikamenten sind möglich.

Die richtige Dosierung ist zudem sehr wichtig. Insbesondere die Nebenwirkungen des Öls lassen sich so beeinflussen.

Im Gegensatz zu Marihuana macht CBD allerdings weder high noch süchtig.

Wie bei allen Medikamenten und Substanzen gilt daher ein verantwortungsbewusster Einsatz als das A und O.

Solltest Du Dir unsicher sein, ob Du CBD einnehmen kannst, dann besprich die Indikationen und Kontraindikationen vorab mit Deinem Arzt. 💉

Kann Herzrasen als Nebenwirkung von CBD auftreten?

Herzrasen gehört nicht zu den bekannten Nebenwirkungen von CBD.

Im Gegenteil: Cannabinoide haben eine positive Auswirkung auf das Gefäßsystem.

CBD kann Einfluss auf bestimmte Botenstoffe und Rezeptoren nehmen.

Dadurch kann mit der Einnahme von CBD der Blutdruck gesenkt und Symptome wie Herzrasen und Herzrhythmusstörungen gemildert werden.

Quellen

  • Grotenhermen F. Hanf als Medizin. Ein praxisorientierter Ratgeber. 3. Auflage. Nachtschattenverlag;2017
  • Leinow L, Birnbaum J. CBD - A patient’s guide to medical cannabis. Berkley, California: NorthAtlantic Books; 2017.
  • Riebe CJ, Wotjak CT. Endocannabinoids and stress. Stress Amst Neth. Juli 2011;14(4):384–9.
  • Machado Bergamaschi M, Helena Costa Queiroz R, Waldo Zuardi A, Alexandre S. Crippa J.
  • Safety and Side Effects of Cannabidiol, a Cannabis sativa Constituent. Curr Drug Saf [Internet].
  • 1. September 2011 [zitiert 1. März 2019];6(4):237–49. Verfügbar unter: http://www.eurekaselect.com/openurl/content.php?genre=article&issn=1574-8863&volume=6&issue=4&spage=237 .

Quellen und weitere Informationen

  • Kann man von CBD sterben?


    Es besteht keine Gefahr, durch CBD zu sterben. Weder gibt es Fälle von CBD Überdosierungen, die schwerwiegende gesundheitliche Folgen hatten, noch durch CBD herbeigeführte Todesfälle.

    Wie hoch die tödliche Dosis für einen Menschen wäre, ist bislang nicht erforscht. Klar ist aber, dass eine solch hohe Menge in der Praxis nicht auf einmal eingenommen werden kann.

  • Macht CBD süchtig?


    Körperliche Abhängigkeit entsteht bei Substanzen, die bewusstseinsverändernde Effekte erzeugen. Das ist zum Beispiel bei Alkohol, Nikotin und THC der Fall.🧞‍♂️

    CBD hat jedoch keine psychoaktiven Eigenschaften. 

    Das Cannabidiol hemmt sogar die Wirkung von THC im Körper. 

    Da CBD-Produkte keine bewusstseinsverändernden Effekte erzeugen, entsteht folglich auch keine körperliche Abhängigkeit.

  • Gibt es Nebenwirkungen von CBD auf Hunde?


    Du bist Dir noch unsicher, ob Du Deinem Haustier wirklich CBD geben möchtest? Kein Problem! Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst und zeigen Dir, worauf Du achten musst.

    Wie bei allem, was Du Deinem Hund gibst, ist es auch ratsam, zu prüfen, ob CBD für unsere Vierbeiner überhaupt sicher ist. 

    Während es in der Veterinär Gemeinschaft einige Debatten über die Wirksamkeit gibt, wird CBD-Öl im Allgemeinen als sehr risikoarm für Hunde angesehen. 

    Bei einem Hund können durch CBD allerdings milde Nebenwirkungen auftreten. Die häufigste Nebenwirkung ist – wie bei den Menschen auch – erhöhte Schläfrigkeit. 

    Während die richtige Dosierung wichtig ist, besteht für eine tödliche Überdosierung bei CBD-Öl dennoch kein Risiko.

    Nebenwirkungen, die auftreten können, wenn Dein Hund zu viel CBD zu sich nimmt, sind ein trockener Mund, Durchfall oder Schwindel. 

    Hier sind die Nebenwirkungen von CBD bei Hunden mit denen bei Menschen vergleichbar. Auf keinen Fall solltest Du Deinem Hund Produkte geben, die THC enthalten. Denn THC ist für Hunde sehr schädlich.

    Nicht jedes CBD-Öl ist auch gleichwertig. Wir raten dazu, zu prüfen, wie das Produkt hergestellt wird, um sicherzustellen, dass es keine schädlichen Zusätze enthält.

    CBD kann auch für Tiere geeignet sein
    Foto: © Die Grüne Oase

    Auch wenn CBD-Öl als relativ sicher gilt, solltest Du bei Fragen einen Tierarzt kontaktieren.

  • Kann Herzrasen als Nebenwirkung von CBD auftreten?


    Herzrasen gehört nicht zu den bekannten Nebenwirkungen von CBD. Im Gegenteil: Cannabinoide haben eine positive Auswirkung auf das Gefäßsystem. CBD kann Einfluss auf bestimmte Botenstoffe und Rezeptoren nehmen. Dadurch kann mit der Einnahme von CBD der Blutdruck gesenkt und Symptome wie Herzrasen und Herzrhythmusstörungen gemildert werden.
     

  • Quellen


    • Grotenhermen F. Hanf als Medizin. Ein praxisorientierter Ratgeber. 3. Auflage. Nachtschattenverlag;2017
    • Leinow L, Birnbaum J. CBD - A patient’s guide to medical cannabis. Berkley, California: NorthAtlantic Books; 2017.
    • Riebe CJ, Wotjak CT. Endocannabinoids and stress. Stress Amst Neth. Juli 2011;14(4):384–9.
    • Machado Bergamaschi M, Helena Costa Queiroz R, Waldo Zuardi A, Alexandre S. Crippa J.
    • Safety and Side Effects of Cannabidiol, a Cannabis sativa Constituent. Curr Drug Saf [Internet].
    • 1. September 2011 [zitiert 1. März 2019];6(4):237–49. Verfügbar unter: http://www.eurekaselect.com/openurl/content.php?genre=article&issn=1574-8863&volume=6&issue=4&spage=237 .

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