CBD Science - einfach erklärt!

CBD für Tiere

CBD für Tiere

Letztes Update am: 13.11.2019

Cannabidiol (CBD) ist wegen seiner entzündungshemmenden, beruhigenden und angstlösenden Wirkung in aller Munde. Doch CBD enthaltene Produkte wie Cannabis-Öl, CBD Cremes und viele mehr, sind nicht nur dem Menschen vorbehalten. 

Auch Tiere können bei kleineren Beschwerden sowie auch bei schlimmen Krankheiten von dem Stoff aus der Cannabis- bzw. Hanfpflanze profitieren. Alles rund um das Thema CBD und Tiere und nützliche Tipps zur Einnahme erfährst Du bei uns! 

CBD Öl bei Tieren

Die wichtigsten Infos in Kürze

  • Die meisten Tiere besitzen ein Endocannabinoid System, mit dem CBD interagiert.
  • Es wird vermutet, dass CBD bei Angst, Stress und zur Schmerzlinderung, aber auch bei schweren Krankheiten wie Epilepsie oder Krebs eingesetzt werden könnte.
  • CBD weist nur leichte und ungefährliche Nebenwirkungen vor (z.B. Lethargie, Juckreiz)

Was ist überhaupt CBD?

CBD ist einer der vielen Wirkstoffe der Cannabis Pflanze. Im Gegensatz zum bekannteren Stoff THC wirkt CBD allerdings gerade nicht psychoaktiv, führt zu keiner körperlichen Abhängigkeit und ruft auch keine berauschende Wirkung hervor. 

Bekannt geworden ist CBD wegen seiner vielversprechenden Einsetzbarkeit. So geht aus diversen Studien hervor, dass Cannabidiol gegen die unterschiedlichsten Krankheiten eingesetzt werden könnte. 

Hier erfährst Du mehr zu den Einsatzgebieten von CBD!

In Deutschland sind Produkte, die CBD enthalten (zum Beispiel CBD Öl), wohl legal. Sie dürfen jedoch nur verkauft werden, wenn das CBD aus Nutzhanfpflanzen gewonnen wird und das Endprodukt eine berauschende Wirkung ausschließt. Der THC Gehalt eines Cannabis-Öls darf beispielsweise nicht höher als 0,2% liegen.

Hier erfährst Du mehr über die Legalität von CBD!

Ist CBD auch für Tiere geeignet?

Ja, CBD kann seine Wirkungen auch auf Tiere entfalten! Zumindest auf solche Tiere, die über ein Endocannabinoid System (Kurz: ECS) verfügen. Dieses komplexe System soll auf verschiedene Prozesse im Körper einwirken können und so bei der Regulation bestimmter Abläufe eine Rolle spielen. Neben uns Menschen besitzen zumindest alle Wirbeltiere das Endocannabinoid-System. Demzufolge also auch Hunde, Katzen und Pferde. 

CBD für Hund und Katze
Foto: © Die Grüne Oase

Damit kann CBD auch bei Tieren einem Ungleichgewicht von Cannabinoiden bzw. einem Mangel im Endocannabinoid System entgegenwirken. So kann auch Dein Tier von den vielseitigen Eigenschaften des Phytocannabinoids Cannabidiol profitieren

Selbst bei Molusken, Fischen und Ampibien geht aktuell ein Teil der Wissenschaft davon aus, dass sie ein ECS vorweisen. Es könnte also sein, dass auch für diese Arten CBD Öle oder ähnliche Produkten geeignet sind. 

Was kann CBD bei Tieren wie Hunde, Katzen oder Pferden bewirken?

Im Grunde genommen bewirkt das CBD bei Tieren genau dasselbe wie bei uns Menschen auch. Dadurch, dass auch unsere Tierfreunde über ein Endocannabinoid System verfügen und CBD mit diesem interagiert, kann die Zunahme von CBD dabei helfen, den Körper zu regulieren und in einer gesunden Balance zu behalten.

So werden bei Deinem Hund oder Deiner Katze zum Beispiel Ängste und Stresssituationen gemildert. Ebenso kann es bei Verletzungen oder Wunden aber auch zur Schmerzlinderung oder wenn Dein Tier zu wenig ist, zur Appetitsanregung genutzt werden. 

Fakten zu CBD
CBD besitzt einige positive Eigenschaften. / Foto: © Die Grüne Oase

Daneben wird aber auch vermutet, dass Cannabinoide wie Cannabidiol, auch bei schwereren Krankheiten wie Krebs hilfreich sein könnten. CBD ist aber nicht nur in diesen Fällen ratsam, es kann noch bei vielen weiteren Dingen unterstützend wirken und Deinem Tier weiterhelfen. Du kannst es einem Hund, einer Katze oder einem Pferd zum Beispiel auch als Nahrungsergänzungsmittel verabreichen, sodass das Immunsystem des Tieres gestärkt wird.

Das könnte CBD bei Deinem tierischen Freund bewirken: 

  • Reduziert Angst und Stress 
  • Schmerzlinderung
  • Kann bei epileptischen Anfällen helfen 
  • Kann bei Infektionen helfen 
  • Unterstützt das Immunsystem
  • Kann neurologische Funktionen verbessern 
  • Unterstützt eine gute Verdauung 
  • Kann allgemeines Wohlbefinden erhöhen 
  • Unterstützung des Heilungsprozesses 
  • Kann bei Haut-/ Fellprobleme helfen
Besonders interessant kann die Verwendung von CBD-Öl für Hundebesitzer sein. Da die Einnahme eines Cannabisöls zur Linderung von Stress oder Ängste führen kann, ist die Verabreichung dieses Öls an den Hund etwas bei Trennungsängsten, Gewittern oder Feuerwerken denkbar. 

CBD hat sich bereits auch schon bei epileptischen Anfällen in Form von starkem Zittern der Gliedmaßen hilfreich gemacht, indem Symptome abgeschäwcht und gedämmt worden konnten. Wie Du also siehst, ist das Einsatzgebiet von CBD ziemlich groß und flexibel.

Hier mehr zu CBD bei Epilepsie erfahren!

Muss ich mir bei CBD Gedanken über Nebenwirkungen machen?

Grundsätzlich muss man sich bei der Einnahme von CBD nicht vor starken Nebenwirkungen fürchten. Das gilt sowohl für das Tier als auch für den Menschen. Wie aus einem Bericht der WHO (Weltgesundheitsorganisation) hervorgeht, gilt CBD als sicher und führt zu keiner körperlichen Abhängigkeit. 

CBD Nebenwirkungen beim Menschen
Auch die Nebenwirkungen von CBD beim Menschen fallen eher harmlos aus. / Foto: © Die Grüne Oase

Gerade in der Tierwelt gibt es bis hierin noch relativ wenig bekannte Nebenwirkungen. Berichtet wurde etwa über Lethargie und Schläfrigkeit. In seltenen Fällen traten auch Erbrechen und Juckreiz auf. 

Dein Hund oder Deine Katze wird von der Einnahme auch nicht „high“. Aus diesem und auch aus dem rechtlichen Aspekt solltest Du aber beachten, dass das Produkt nicht die Höchstgrenze von THC (0,2% bei Ölen) überschreitet. 

Bei so viele Studien, welche die medizinischen Vorteile von CBD untersuchen, kann man also schon sagen, dass es sich bei CBD auch um eine sichere Substanz für Dein Tier handelt. 

Welche CBD Produkte gibt es?

Natürlich gibt es auf dem Markt die verschiedensten Produkte, die CBD enthalten – und zwar auch für Tiere. Das wohl bekannteste Mittel ist das CBD Öl. Doch nicht jede CBD Öle sind gleich. Beim Kauf eines Cannabisöls solltest Du deshalb besonders auf die Qualität achten

  1. Naturprodukt: Stelle sicher, dass das von Dir ausgewählte CBD Öl naturbelassen ist und nicht über Pestizide oder Ähnliches verfügt. 
  2. Nimm nicht das Günstigste: Der gängige Satz: “Man kriegt, was man zahlt“ gilt auch hier. Sei also auch bereit, etwas mehr für das CBD Öl auszugeben. Dein Tier ist es Dir schließlich wert. Trotzdem gibt es natürlich auch preisgünstige Öle, die hochqualitativ sind. 
  3. Achte auf den THC-Wert: Das ist nicht nur für Dein Tier wichtig, sondern auch dafür, dass Du kein Produkt erwirbst, dass nicht legal und damit nicht verkehrsfähig ist. Der THC Anteil in Ölen darf in Deutschland 0,2% nicht überschreiten. Seriöse Anbieter liefern die eine Analyse bzw. ein Zertifikat aus einem Labor mit. 

Neben den Ölen gibt es für Tiere aber auch noch andere Produkte, die CBD enthalten. So kannst Du beispielsweise auch CBD Cremes für Haut, Fell und Krallen oder auch CBD-Kapseln erwerben. 

Anwendung bei Tieren

Um dem Tier das CBD schließlich zu verabreichen, gibt es diverse Wege. Die trivialste Variante ist wohl die orale Einnahme. Vor allem bei CBD Ölen kann man die Tropfen mithilfe einer Pipette direkt in das Maul des Haustieres geben. 

CBD Einnahme bei Tieren
Foto: © Die Grüne Oase

Doch selbst wenn dies nicht klappt – weil das Tier sich bewegt, zappelt oder einfach nicht will – kann es wesentlich einfacherer sein, das Öl einfach über das Futter zu tröpfeln. Die Öltropfen ziehen in die Nahrung ein, das Tier frisst die Nahrung und nimmt gleichzeitig das CBD zu sich. Empfohlen wird, das CBD Öl nicht mit Geflügelprodukten zu kombinieren, denn sonst könne das Gleichgewicht der Fettsäuren auseinandergebracht werden.

Eine weitere Alternative wäre die Verabreichung per Handfütterungsspritze. Dies klappt gewiss. Die Anwendung von CBD Cremes ist selbsterklärend. Trage die Creme einfach auf die entpsrechenden Stellen (Wunden, Ausschläge etc.) des Tieres sanft auf. 

CBD Öl für Tiere - wie dosieren?

Wie bei uns Menschen gibt es natürlich nicht die eine perfekte Dosierung für alle Tiere. Grundlegend ist es so, dass man zu Beginn eher mit einem niedrigeren Konzentrat und einer niedrigeren Dosierung beginnen sollte. Denn schließlich kann man beides bei Bedarf noch erhöhen. 

Empfehlenswert ist deswegen ein Start mit einem 2-5 prozentigen CBD Konzentrats. Bei schwereren Krankheiten kann im Nachhinein noch immer auf eine hohe Konzentration (zum Beispiel 10%) umgestiegen werden, sobald sich das Tier an die Substanz gewöhnt hat.

Als Faustregel für die Dosierung bei Tieren gilt: 1-2 Tropfen pro 1 kg des Körpergewichts. Zu Beginn sollte das Tier die Tropfen nur einmal täglich einnehmen. Bei Bedarf kann jederzeit noch erhöht werden. Die Dosierung sollte aber auch in Absprache mit einem Tierarzt geschehen. 

CBD Dosierung beim Hund
Foto: © Die Grüne Oase

Solltest Du vermuten, dass Deinem Tier die Einnahme von CBD Öl nicht bekommt, stärkere Nebenwirkungen auftreten oder Du glaubst, Dein Tier habe eine Überdosis erhalten, brich die Behandlung sofort ab. Ein anschließendes Gespräch mit einem Tierarzt kann nicht schaden.

Was sagen Tierärzte über CBD?

Hilfreich ist es natürlich, wenn man seine Pläne mit CBD vorher mit dem Tierarzt seines Vertrauens bespricht. Große Verwunderung sollte aber nicht auftreten, wenn der Tierarzt einer Einnahme von CBD eher kritisch oder skeptisch gegenübersteht. Denn nichtsdestotrotz gilt CBD noch als sehr neues und neumodisches Mittel. 

Zwar gibt es schon viele Studien, welche die positiven Eigenschaften von Cannabinoiden offenbaren und ihre vielversprechende Einsatzmöglichkeiten zeigen, doch gibt es ebenso viele Veterinärmediziner, die hiervon noch nicht überzeugt sind, sich in das Thema noch nicht eingelesen haben oder einfach sehr konservativ sind. Bedenke, dass nur CBD scheinbar nur sehr wenige Nebenwirkungen entfaltet und auch so als sichere Substanz gilt. 

Der Rat eines Tierarztes sollte aber trotzdem ernst genommen werden, auch wenn wir finden, dass man sich vom Mediziner aber nicht einem Testlauf mit CBD abhalten lassen sollte. So empfehlen wir sich ebenfalls mit anderen Tierhaltern auszutauschen (im Idealfall haben sie schon CBD ausprobiert). 

Diesen Vorteil bringt die Nutzung von CBD

Besonders toll ist es natürlich, dass CBD ein sehr viel versprechendes Cannabinoid mit den verschiedensten (positiven) Eigenschaften ist. Die Liste, bei was CBD helfen könnte, ist bekanntlich lang. 

Einer der größtem Vorteile ist aber, dass es als sicher gilt und nur wenige und harmlose Nebenwirkungen mit sich bringt. So könnte CBD schon gängige Medikamente, die zum Teil eine Reihe von starken Nebenwirkungen entfalten, in diversen Behandlungen ablösen.

Noch mehr zum Thema

  • CBD gegen Krebs

    Zwar steht auch hier die Forschung erst am Anfang. Doch wurden bereits einige Studien mit CBD als Alternativmedikament im Bezug auf Krebs gemacht. Zum Teil gibt es hier auch schon sehr vielversprechende Ergebnisse. Eine Studie ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Wirkungsweise von CBD dabei helfen könnte, das Wachstum von Krebszellen zu stoppen. Hier erfhährst Du mehr zu CBD bei Krebs.

  • Weiterführende Quellen

    Weblinks:

    www.holistapet.com/why-are-people-using-cbd-oil-for-animals/

    https://www.forbes.com/sites/laurenterry/2018/09/27/the-right-way-to-introduce-cbd-to-your-pets/#3835713330c5

    https://www.nbcnews.com/better/lifestyle/what-you-need-know-about-cbd-oil-your-pets-ncna968476

    https://www.marijuanabreak.com/cbd-for-dogs

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2900742

     

    Literatur: 

    CBD Bye, Bye - 2019, Verlag: BoD - Books on Demand, Norderstedt

    Die Wahrheit über CBD - 2018, Anne-Kathrin Reismer, Herausgeber: M. Kafarnik

    CBD Öl und Hanf - Heilmittel oder Hokuspokus? - 2018, Christian Lindberg 

    CBD Handbuch - 2018, Medical Academy

    CBD - Handbuch über Cannabidiol - 2018, Helthyvita Academy

    Das CBD Handbuch - 2019, Martina Laut, RPS Handel UG 

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Rechtlicher Hinweis: Wir berichten über rezeptpflichtiges oder freiverkäufliches CBD. Unsere Inhalte machen keine Vorschläge zur Zweckbestimmungen und dienen lediglich der Aufklärung und Informationsweitergabe. Heil- und Nutzversprechen werden ausgeschlossen.